MIG-Löten

Verbinden von beschichteten Blechen!

Verzinkte oder aluminierte Bleche werden mit dem MIG-Löt-Verfahren verbunden.

  • Durch Verwendung von Zusatzwerkstoffen mit niedrigem Schmelzpunkt und speziell abgestimmten Schweißprogrammen wird der Grundwerkstoff nicht aufgeschmolzen, es bildet sich eine Lötverbindung.
  • Aufgrund der niedrigen Temperaturen verbrennt die Oberflächenbeschichtung nicht mehr in einem großen Bereich. Die Schweißnähte sind beständig gegen Korrosion. Die Bauserie „HighPULSE“ verfügt serienmäßig über Programme zum MIG-Löten.
  • Im ColdMIG-Prozess wird der Wärmeeintrag nochmals drastisch reduziert.

MIG-Löten Verfahren

Steigende Forderungen nach Verminderung von Korrosionsschäden führen in vielen Branchen zum Einsatz von beschichteten Blechen.

 

Unter den verschiedenen Möglichkeiten, den Stahl vor Korrosion zu schützen, kommt dem Zink einerseits wegen seiner günstigen Korrosionsbeständigkeit und andererseits wegen seines niedrigen Preises eine besondere Bedeutung zu.
Große Mengen verzinkten Feinbleches werden im Automobilbau, in der Bauwirtschaft, in der Lüftungs- und Klimatechnik und in der Haustechnik für die Herstellung von Weißware eingesetzt

Zink beginnt bei etwa 420° Celsius zu schmelzen und bei etwa 906° Celsius zu verdampfen. Diese Eigenschaften wirken sich ungünstig auf den Schweißprozess aus, da mit der Zündung des Lichtbogens (bei Stahldraht ca. 1450-1520° C, Siedepunkt 2700° C) der Verdampfungsprozess des Zinks eingeleitet wird. Zinkdämpfe und Oxyde können zu Poren, Bindefehlern, Rissbildungen und zu einem instabil brennendem Lichtbogen führen. Daher ist es für verzinkte Bleche günstiger bei geringem Materialverzug, wenn weniger Wärme eingebracht wird.

Geringeres Verdampfen /Verbrennen der Oberflächenbeschichtung, Meerwasser- und Korrosionsbeständigkeit sind weitere Vorteile.

Hinter dem Begriff MIG-Löten verbirgt sich ein Hartlötverfahren, das mit MIG-MAG- oder Pulse-Arc- Schutzgasschweißanlagen mit sogenannten Bronzedrähten ausgeführt wird. Zum Löten von verzinkten Blechen kommen meistens Drähte mit Kupfersilizium (z.B. CuSi 3), oder Aluminiumbronze-Legierungen (z.B. CuAl 9) bei aluminierten Stahl- oder Edelstahlblechen zur Anwendung.

 

Vorteile beim Einsatz dieser Drähte sind:

  • keine Korrosion der Schweißnaht
  • minimaler Spritzerauswurf
  • geringer Abbrand der Beschichtung
  • niedrige Wärmeeinbringung
  • einfache Nachbearbeitung der Naht
  • kathodische Schutzwirkung des Grundwerkstoffes im unmittelbaren Nahtbereich